Spezifikation
Mappings als ausführbares Regelwerk, validiert am Datenbeispiel.
SQACE überführt fachliche Mappings in ein versioniertes, ausführbares Regelwerk und validiert sie am realen Datenbeispiel, schon bevor die Data Pipeline gebaut wird.
30 Minuten, an Ihrem eigenen Use Case.
Das Problem
Mappings werden in Excel beschrieben und nie verprobt.
Jede Data Pipeline beginnt mit einer Mapping-Spezifikation. Die übliche Form ist Excel: Quellfeld, Zielfeld, Bemerkung. Diese Form ist statisch und liefert keine Berechnung. Fachexperten können also nicht prüfen, ob das Mapping für reale Eingangsdaten tatsächlich das richtige Ergebnis erzeugt.
Die Pipeline-Entwicklung beginnt dann mit einem Spezifikationsstand, der noch nicht gegen Daten gehärtet ist. Iterationen entstehen erst nach der ersten Implementierung. Das kostet Aufwand und Zeit, und das Vertrauen in die Spezifikation leidet.
Die SQACE-Lösung
Spezifikation als ausführbares Regelwerk.
In SQACE werden Mappings als ausführbare Regelwerke beschrieben. Fachexperten formulieren die Logik in einer fachlichen Sprache, ohne SQL- oder Python-Kenntnisse. SQACE rechnet die Regeln auf realen Eingangsdaten und zeigt das Soll-Ergebnis je Datensatz.
So entsteht eine Mapping-Spezifikation, die nicht nur dokumentiert, sondern verprobt ist. Diese verprobte Spezifikation wird zur Grundlage der späteren Pipeline-Implementierung und zugleich zur Test-Referenz für die Verifikation.
Abgrenzung: Dieser Use Case setzt vor dem Pipeline-Bau an: Die Spezifikation entsteht und wird verprobt. Die Release-Verifikation nutzt dasselbe Regelwerk später als Prüfreferenz, bevor eine fertige Pipeline live geht.
Einsatz-Szenarien
Wo Teams Mappings mit SQACE verproben.
Fachliche Mappings für ETL/ELT-Pipelines spezifizieren
Mapping-Regeln werden definiert, gegen Eingangsdaten gerechnet und mit dem Fachbereich abgenommen, bevor die Data Pipeline gebaut wird.
Bewertungs-, Steuer- und Risikologik regelwerkbasiert beschreiben
Logik wird in einzelne prüfbare Regeln zerlegt. Jede Regel ist nachvollziehbar dokumentiert und im Audit nachweisbar.
Mapping am konkreten Input-Output-Beispiel validieren
Fachexperten sehen sofort, wie die Regel auf realen Daten rechnet. Korrekturen erfolgen direkt im Regelwerk, nicht in einem Excel-Anhang.
Konkret
- Mapping-Validierung am konkreten Ergebnis statt nur am Text.
- Fachexperten-Akzeptanz von Beginn an, weil das Ergebnis sichtbar wird.
- Regelwerke als wiederverwendbare Test-Referenz für die spätere Data Pipeline.
Vorteile auf einen Blick
| Spezifikations-Form | SQACE-Regelwerk | Excel / Pseudo-Code |
|---|---|---|
| Aussagekraft | Ausführbar | Statisch |
| Validierbarkeit | Automatisch am Datenbeispiel | Manuell |
| Audit-Tauglichkeit | Direkt | Begrenzt |
| Wiederverwendung | Test-Referenz für die Pipeline | Dokument ohne Bezug zur Prüfung |
Compliance
Compliance-Nachweise als Nebenprodukt.
Aufsichtsrechtliche Vorgaben zu Datenqualität, etwa BCBS 239 (Prinzipien 3 und 4), fordern dokumentierte und nachvollziehbare Berechnungs-Logik. MaRisk AT und BAIT/VAIT verlangen die Trennung von Spezifikation und Implementierung. SQACE-Regelwerke sind Spezifikation und ausführbarer Nachweis in einem Artefakt, ohne die Trennung aufzulösen.
Wie Regelwerke versioniert und übergeben werden, beschreibt Sicherheit & Architektur.
FAQ
Häufige Fragen
Müssen Fachexperten programmieren?
Nein. Die Regelsprache ist fachlich lesbar. Komplexe Funktionen werden bei Bedarf von SQACE-Beratern modelliert.
Wie verhält sich SQACE zu Tools wie Erwin oder Solidatus?
Modellierungs-Tools beschreiben Datenflüsse auf Strukturebene. SQACE beschreibt fachliche Logik auf Datenebene und führt sie aus. Beide Werkzeuge ergänzen sich.
Welche Datenmengen sind für die Mapping-Validierung sinnvoll?
Für die Validierung reichen meist mehrere Tausend bis hunderttausend Datensätze. Vollbestand-Läufe sind möglich.
Wird das Regelwerk zur eigentlichen Pipeline?
Nein. Es ist Spezifikation und Test-Referenz. Die Data Pipeline wird separat gebaut, üblicherweise im bestehenden ETL/ELT-Tool. SQACE verifiziert die Pipeline anschließend gegen das Regelwerk.
Lassen sich bestehende Excel-Mappings übernehmen?
Ja. Die Regeln werden Schritt für Schritt überführt und validiert, in der Regel beraterunterstützt.
Wie wird das Regelwerk an Entwicklungs-Teams übergeben?
Als Artefakt mit Beispiel-Datensätzen, Soll-Ergebnissen und Audit-Trail. Entwicklungs-Teams arbeiten gegen denselben Referenzstand wie die spätere Verifikation.